Um das Gehege ein- und ausbruchssicher zu machen braucht man ausreichende Mengen vom richtigen Maschendraht und eine stabile Befestigung.
Mit grünem Kunststoff ummantelter Draht ist nicht für Kaninchengehege geeignet!!
Die Kaninchen nagen die Kunsstoffummantelung ab, der Draht liegt dann ungeschützt frei.
Sofern der Kerndraht nicht verzinkt ist, kommt es schnell zur Rostbildung,
dadurch wird der Draht sehr schnell brüchig, so dass er
nicht mehr einbruchssicher ist. Hunde, Katzen, Marder und Füchse haben
dann ein leichtes Spiel. Sowohl in ländlichen Gebieten als auch in der Stadt
sollte man diese Gefahren nicht unterschätzen!
Grundsätzlich ist sechseckiger Maschendraht weniger geeignet als viereckiger.
Der sechseckige Draht ist viel unstabiler und damit wird das Gehege nicht so sicher.
Geeigneter Draht ist der viereckige verzinkte; er ist in verschiedenen Maschenweiten
erhältlich. Um das Gehege Mardersicher zu machen empfiehlt sich eine Drahtstärke von
mindestens 1 mm, je dicker desto sicherer!
Viereckiger verzinkter Draht ist normalerweise in jedem Baumarkt erhältlich.
Recht günstig kann man ihn bei der Dorfscheune bestellen!
Den Maschendraht kann man mit verschiedenen Methoden am Holz befestigen:
mit einem Tacker, mit Schrauben + Unterlegscheibe oder mit Holzleisten
(Fotos folgen).
Die Tacker-Methode hat den Vorteil, dass der Draht recht schnell befestigt werden kann.
Es ist darauf zu achten, dass die Tacker Klammern lang genug sind, so dass eine ausreichende
Befestigung gewährleistet ist. Einfache Tacker gibt es für etwa 10 Euro in jedem Baumarkt, meist
kann man Tacker Klammern verschiedener Länge einsetzen.
Der Nachteil der Tacker-Methode: Wenn der Draht - z.B. wegen Umbaumaßnahmen -
mal entfernt werden muss, ist dies sehr viel Arbeit. Ein weiterer Nachteil ist, dass
die Tacker Klammern sich teilweise recht schnell wieder lösen, wenn nicht überall
ordentlich getackert wurde. In diesem Fall muss stellenweise nachgetackert werden.
Wenn man den Draht festschrauben will, empfiehlt es sich Unterlegscheiben zu benutzen, damit die Angriffsfläche grösser ist und der Draht richtig festgehalten wird. Diese Methode ist etwas aufwendiger als die Tacker Methode. Allerdings ist der Draht dann sehr gut befestigt und lässt sich bei Bedarf auch wieder problemlos vom Holz ablösen.
Der Maschendraht kann auch zwischen zwei Holzteilen (z.B. Gehegeteil - Draht - Holzlatte) festgeschraubt werden. Mit dieser Methode kann man den Draht recht schnell befestigen und wieder ablösen, zudem ist diese Befestigungsmethode sehr stabil und sicher. Allerdings ist es für manche Stellen etwas unpraktisch, ausserdem entstehen zwischen den beiden Holzteilen Lücken in denen es gammeln kann.